Biologie
Warum jucken heilende Wunden?
Heilende Wunden jucken, weil Mastzellen im Gewebe Histamin ausschütten, das Juckreiz-Nervenfasern reizt, und weil gleichzeitig neue, noch unausgereifte Nervenenden nachwachsen und unspezifische, kribbelnde Signale ans Gehirn senden.
Histamin reizt die Nerven
Beim Verschließen der Wunde schütten Mastzellen im Gewebe Histamin aus. Dieses reizt die feinen Juckreiz-Nervenfasern, die sogenannten C-Fasern, in der Haut. Es sind dieselben Nervenfasern, die auch bei Insektenstichen aktiv werden.
Neue Nerven senden wirre Signale
Gleichzeitig wachsen in der Wunde neue Nervenenden nach. Diese sind noch unausgereift und senden dabei unspezifische, kribbelnde Signale ans Gehirn. Das Gehirn interpretiert diese Signale als Juckreiz statt als Berührung.
Kein Zeichen für falsche Heilung
Der Juckreiz ist ein Nebenprodukt von Immunreaktion und Nervenregeneration gleichzeitig. Er ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch heilt. Deshalb hilft leichtes Klopfen statt Kratzen: Es überlagert die Juckreiz-Signale, ohne die frische Haut aufzureißen.
Häufige Fragen
Ist Juckreiz an einer Wunde ein schlechtes Zeichen?
Nein, der Juckreiz ist ein Nebenprodukt von Immunreaktion und Nervenregeneration und zeigt keine falsche Heilung an.
Was hilft gegen den Juckreiz einer heilenden Wunde, statt zu kratzen?
Leichtes Klopfen überlagert die Juckreiz-Signale, ohne die frische Haut aufzureißen.
Warum ähnelt der Juckreiz bei Wunden dem bei Insektenstichen?
Weil in beiden Fällen dieselben Juckreiz-Nervenfasern, die C-Fasern, durch Histamin gereizt werden.