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Physik

Warum schwitzt ein kaltes Glas von außen?

Kurz erklärt

Weil die kalte Glasoberfläche die anliegende Luft unter ihren Taupunkt abkühlt. Dadurch kann die Luft ihren Wasserdampf nicht mehr halten, und der Überschuss kondensiert als flüssiges Wasser auf dem Glas.

Unsichtbarer Wasserdampf in der Luft

Luft enthält immer eine gewisse Menge Wasserdampf, auch wenn man ihn nicht sieht. Wie viel Dampf die Luft aufnehmen kann, hängt von ihrer Temperatur ab.

Abkühlung unter den Taupunkt

Das eiskalte Glas kühlt die Luftschicht direkt an seiner Oberfläche ab. Sinkt die Temperatur dabei unter den sogenannten Taupunkt, kann diese Luft nicht mehr die gleiche Menge Wasserdampf halten. Der Überschuss kondensiert und wird als flüssiges Wasser sichtbar - das Glas beschlägt. Je feuchter die Raumluft ist, desto früher und stärker tritt dieser Effekt ein.

Häufige Fragen

Was hat das mit Morgentau zu tun?

Dasselbe Prinzip: Gras kühlt in der Nacht ab und unterschreitet den Taupunkt der Umgebungsluft, sodass Wasserdampf darauf kondensiert.

Warum beschlagen Fensterscheiben?

Eine Fensterscheibe kann kälter sein als die Raumluft. Sinkt ihre Oberflächentemperatur unter den Taupunkt, kondensiert der Wasserdampf der Raumluft daran - genau wie beim kalten Glas.

Wie verhindert man Kondenswasser auf dem Tisch?

Entweder das Glas abtrocknen oder die Raumluft trockener halten, da feuchtere Luft früher und stärker kondensiert.

Fux winkt

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Quelle
Fachbegriff: Taupunktkondensation; Taupunkttemperatur berechenbar mit der Magnus-Formel (Alduchov & Eskridge 1996, J. Appl. Meteor.).